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§ 𝕏

INSPIRATION

Als ich 12 Jahre jung war, beeindruckten mich zwei Menschen im beruflichen Sinne:
Zum einen mein Nachbar, der Häuser entwarf, zum anderen der Schauspieler Peter Weck in seiner Rolle als Werbegrafiker Werner Schumann in der Fernsehserie „Ich heirate eine Familie“…

… Dessen sympathische Art und Arbeitsumgebung im eigenen Haus mit Familienidyll samt Hund schienen mir höchst erstrebenswert.

BEGEISTERUNG

Auch begeisterte es mich im Gymnasium, als wir mit Zirkel, Geodreieck und Tuschefeder etwa die Logos von Aua und Rosenbauer nachkonstruierten …

LEIDENSCHAFT

… und in den Mittagspausen machte ich bereits die Computergeschäfte unsicher, wo ich Grafikbefehle in die Tastatur klopfte.

Doch zuerst kam alles anders.

Die Architektur-Branche war damals im Abwärtstrend und Werbedesign verstanden die Eltern als Kunst, was sogleich als brotlos eingeschätzt wurde …

HOBBY

… also wurde ich auf eine Höhere Technische Lehranstalt für Elektronik und Nachrichtentechnik geschickt, die ich auch absolvierte. Aber neben der Schule erstellte ich bereits ein Grafikprogramm, da es noch keine guten gab.
Von dieser Technikausbildung …

… sollte jedoch die erlernte Theorie in Kommunikation und das analytische Training noch brauchbar werden.

ZURÜCK ZU DEN WURZELN

Die Sommerakademie Zakynthos entstand gerade und ein Arbeitskollege in der Industrieautomatisation animierte mich hinzufliegen …

… ich übte mich in Aktzeichnen, kreativem Schreiben, Comicskizzen und Mopedfahren und erinnerte mich an meinen frühen Berufswunsch.

ERINNERUNG UND WAGNIS

Ab da ergriff ich, nach einem kurzen Ausflug in die Digitalkunst, jeden Strohhalm, der mich Richtung Werbebranche führte …

COUNTDOWN: …DREI…

Meine erste Chance war bei einer Linzer Firma. Deren Abteilungen für Grafik und Programmierung konnten mich brauchen, auch um zwischen diesen Welten zu vermitteln.

Der Wandel der 80er und 90er Jahre in den Werbeagenturen hin zur Werbegestaltung und Produktion mit Computereinsatz öffnete Türen zum langersehnten Ziel. Man brauchte Leute, die beide Welten verstanden. Und die waren noch dünn gesät …

…ZWEI…

Die zweite Chance ergab sich so bei einer mittelgroßen Werbeagentur in Leonding, wo mich der Chef kreativ forderte und förderte, dafür kümmerte ich mich um die Computertechnik und Datensicherheit.

Hurrah! Ich war Werbegrafiker!

Nie vergessen werde ich meine dortigen Arbeiten für Rieder Bier, Grundner Wurst, Resch & Frisch oder diese Bank mit dem Dachgiebel im Logo …

…EINS…

Einige Jahre später ergab sich ein Wechsel zu einer großen Linzer Agentur, bei der man mich gleich als Junior Art Director einstellte.
Dort erhielt ich auch Einblicke in professionelles Agenturgeschehen.

Besonders in Erinnerung sind mir Arbeiten für VOEST-ALPINE und den Bildhauer Alfred Hrdlicka, der meinte, in meiner Gestaltung erstmals von Werbern verstanden worden zu sein …

… AND LIFT OFF!

Dort fragte mich ein Arbeitskollege, ob wir gemeinsam den Sprung in die Selbständigkeit wagen wollten.
Die Inspiration des TV-Stars noch im Hinterkopf, sagte ich sofort ja.

Die Artischock Werbeateliers waren geboren.

Zuerst im Saunakeller der Mutter meines Geschäftspartners, später in der Beletage eines Altbaus in der Langgasse beim Linzer Schillerpark …

DER DURCHBRUCH

Zu Beginn beauftragten uns andere Agenturen und immer mehr Kleinkunden, aber bei Webseiten war ich gewissermaßen einer der Pioniere und erhielt so den Auftrag der VKB-Bank, deren Internetauftritt neu zu gestalten.

Der Durchbruch war also geschafft.

QUALIFIKATION

Stetig absolvierte ich zusätzliche Aus- und Fortbildungen, etwa zum Diplom-Kommunikationskaufmann des Fachverbands der Werbeagenturen. Ein gar langes Wort, wie ich meine.


Auch bestand ich das Aufnahmeverfahren in den Verband der Designer Österreichs namens DesignAustria, bei welchem ich bis heute Mitglied bin …

AUSZEICHNUNGEN

In den frühen Artischock-Jahren nahm ich an Bewerben teil. Dabei wurde ich meist unter die besten Oberösterreichs gereiht. Einmal Dritter und einmal unter die besten fünf.

Mit Mitarbeitern, Praktikanten und einem Lehrling half ich über die Jahre vielen kleinen und großen Kunden, doch vermisste ich mehr eigene Kreativarbeit. Also …

… also entschloss ich mich 2012, die dunkle Langgasse zu verlassen und im eigenen Garten ein Nebengebäude mit viel Glas errichten zu lassen.

ANGEKOMMEN

Damit ging mein Traum, ein Werner Schumann (Peter Weck) zu werden in Erfüllung – einschließlich zwischenzeitlich entstandener Familie samt Hund.

In dieser neuen Umgebung blieben Kunden treu, aber gar nicht so wenige kamen auch neu hinzu.



Ein Glück!

GEMÜSE WIRD MENSCH

Ich habe in meiner Arbeit den Hang dazu, das Kommunizierte mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen oder umgekehrt. Ich mag es, wenn sich Dinge rund und authentisch anfühlen.

2026 sagte ich mir auch deshalb, 28 Jahre Artischock Werbeagentur sind genug und meine kleine Agentur soll ab jetzt so heißen:
JOHANNES OBERMAYR WIRBT


Ein wenig von dem, was sonst noch passierte, sieht man hier: WORK

DIE EIGENKAMPAGNE

begann mit einer lokalen Out-Of-Home-Initiative. Man gönnt sich ja sonst nichts.😉 Das erhöht die Eigenmotivation.😊 Es folgten und folgen: Newsletter, Direct-Mailing und Event.

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